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Yannick Brauchli in Rio

Yannick Brauchli und Romuald Hausser gewinnen das Medal Race an den Olympischen Spielen in Rio

Rio de Janeiro (BRA), 18. August 2016 – Herausragende Leistung von Yannick Brauchli und Romuald Hausser: die beiden Schweizer Segler gewinnen das abschliessende Medal Race der besten zehn 470er Boote mit grossem Vorsprung und belegen Rang 9 im Endklassement.

Nur sieben Punkten von Rang 8 entfernt verpassen sie ihr Ziel, ein Olympisches Diplom, nur knapp. „Es ist trotzdem genial so die Olympischen Spiele zu beenden.“ freut sich Yannick sichtlich gerührt in der Mixed Zone. „Ich wollte diesen Lauf unbedingt gewinnen. Ich hätte mir gewünscht, dass wir mehrere Wettfahrten in dieser Woche genauso gesegelt wären, vielleicht waren wir zu konservativ. Romuald und ich haben unser Projekt 2009 begonnen und seitdem alle unsere Ziele erreicht, bis auf eine Saison. Wir wollten ein Olympisches Diplom und haben das um einen Platz verpasst, aber mit einem schönen Wettfahrtsieg am Schluss. Die ganze Kampagne war ein gutes Teamwork, wir sind aber auch durch schwierige Zeiten gegangen. Unser Coach Sebastian Peri Brusa und Damen Coach Zizi Staniul haben uns vor allem mental viel geholfen. Am Montag fange ich mein Studium an und dann weiss ich noch nicht genau wie es seglerisch weitergeht.“

Vorschoter Romuald Hausser freute sich ebenfalls über diesen Wettfahrtsieg. „Wir hatten heute nichts zu verlieren. Kein Druck und absolute Sicherheit über unsere Strategie. Dazu noch unsere Windbedingungen, Gleitwind im Trapez, das war nochmal richtig motivierend für uns. Zum Abschluss dieser Olympischen Spiele wollten wir allen nochmals zeigen, dass wir in den vergangenen acht Jahren gut gearbeitet haben, vor allem unseren Freunden und Familien. Es ist unglaublich ein Medal Race an den Olympischen Spielen zu gewinnen. Grundsätzlich haben wir hier in Rio eine sehr solide Regatta gesegelt. Am Ende haben Details den Ausschlag gegeben, derjenige mit den wenigsten Fehlern liegt am Ende vorne. Bis zum Schluss sind wir um das Diplom mitgesegelt. Was die Zukunft betrifft, werde ich jetzt erstmal ein Jahr studieren und arbeiten und dann schauen, ob es im Segeln weitergeht.“

Ihr argentinischer Coach Sebastian Peri Brusa hatte sich seit anfangs Jahr ihrem Projekt angeschlossen. „ Sie sind schon sehr gut gestartet in dieses Medal Race und dann auf die rechte Seite und gut weitergesegelt. Wir hatten die ganze Woche das Gefühl, dass wir es besser machen konnten. Leider haben wir die ein oder andere Gelegenheit nicht nutzen können, um schlussendlich das Diplom zu erreichen. Dieser Wettfaahrtsieg ist dafür eine schöne Entschädigung für uns !

Swiss Sailing Team kann eine durchaus positive Bilanz aus diesen Olympischen Spielen ziehen. Nachdem in London 2012 das beste Resultat ein 10 Platz im Windsurfen war, erreichten zwei Teams in Rio das Medal Race und im Nacra17 gewannen Bühler/Brugger ein Diplom. „Es ist fantastisch, die Olympischen Spiele hier in Rio auf diese Weise zu beenden. Yannick und Romuald konnten am Schluss nochmals zeigen, was sie drauf haben. Dieser Sieg zeigt auch, dass wir in den letzten vier Jahren in die richtige Richtung gearbeitet haben, darauf können wir alle stolz sein! Wir haben uns gegenüber den Ergebnissen in London 2012 deutlich gesteigert, vielleicht nicht so schnell wie wir das gerne gesehen hätten, dennoch macht uns das sehr zuversichtlich für die Zukunft.“ so der Teamchef des Swiss Sailing Teams Tom Reulein.

Surprisen und Lacustre

Up-and-Down für Surprisen und Lacustre
 
Traditionell (für Lacustre noch am Beginn, Surprisen bereits das dritte Mal) fand am Sonntag nach der Distanzfahrt noch eine Up-and-Down Regatta für Klassen statt.
Mit Wind rechnete an diesem tollen Hochsommermorgen eigentlich niemand so richtig, dafür mit Wellen. Letztere hatte es dann auch tatsächlich, ersteres aber auch. Zwar schwach, aber immerhin.
Zwei Läufe konnten gesegelt werden, ein dritter musste leider abgebrochen werden, da der Wind einschlief (mit je einem SYH Team an der Spitze, soll einer sagen im Segeln werden die Heimteams bevorzugt..).
Würdige Sieger gab es in beiden Klassen (Ranglisten), und einen tollen Apero von Claudia obendrauf.

 

Distanzfahrt 2016

Woher kommt dieser Wind und was blendet da?

Suedwind, obwohl Bise angesagt war. Aber immerhin Wind. Und Sonne, endlich Sonne! Der SYH hat sich wieder den besten Tag ausgesucht, für die Distanzfahrt (ehrlicherweise muss man sagen, dass sich der Termin über den Beginn der Sommerferien definiert..). Rund 80 Boote kamen – ein tolles Feld. Bis auf drei schafften alle zwei Runden, am schnellsten die Longtze von Wielands in etwas mehr als zwei Stunden. Farbige Spinnacker, packende Zweikämpfe und verbissen kämpfende Teams prägten das Geschehen auf dem Wasser – am Land war Musik, Fischchnusperli aus dem Zürisee und entspanntes Plaudern angesagt (oder spinnte gar jemand Seemansgarn?). Das Sommerfest wurde beinahe überrannt, dank allen Helferinnen und Helfer musste aber niemand hungern oder verdursten. Dank an alle Helferinnen und Helfer zu Wasser und zu Land – mir hat es riesig Spass gemacht. Rangliste unter:

www.zsv.info/ranglisten/ranglisten-rlc/ranglisten-rlc-2016/

Fotos und Berichte

>>> Drohnenaufnahmen / Zieleinlauf

 

Traurige Nachricht

 

Der Segel- und Yachtclub Herrliberg trauert um sein langjähriges, aktives Clubmitglied Ruedi Graf.

Wir werden Ruedi mit seiner optimistischen, offenen Art in dankbarer Erinnerung behalten.
 
Der Vorstand entbietet den Angehörigen sein herzliches Beileid.

 

adr

3 SYH-Crews auf dem Longtze-Podest

Am Wochenede vom 3.-5. Juni machte die Longtze Alps-Tour 2016 am Urnersee in Brunnen halt. Mit je 12 Booten der Longtze- und der Esse850-Klasse ergab sich ein schönes Feld. Eher unübliche Windverhältnisse machten es der Wettfahrtleitung im windverwöhnten Revier nicht einfach. Dennoch übertraf die Realität die Wetterprognosen bei weitem und sowohl am Freitag wie am Samstag konnten je 2 Läufe ausgetragen werden. Am Sonntag liessen die Bedingungen dann keine weiteren Wettfahrten zu. Zwei der ersten drei Läufe gingen deutlich, einer etwas glücklich an SUI 825 «Shensu», sodass Jarmo, Risto, Dani und Philip mit einem Total von drei Punkten verdient zuoberst auf dem Podest standen. Ebenfalls in starker Verfassung zeigte sich die Mannschaft der SUI 826 «Qi», die sich vor SUI 840 «Outsider» platzierte. Diese beiden Crews folgten Shensu auf dem Podest. Leider nur bedingt ins Geschehen eingreifen konnte die Mannschaft der GER 824 Wetfeet um Eckhard Kaller. Sie waren erst am Freitagabend angereist und mussten deshalb mit zwei DNS starten.

Ein grosses Lob geht an die Organisatoren der Regattavereinigung Brunnen RVB. Das Landteam wartete mit einer perfekten Organisation auf und verwöhnte die Segler von A bis Z. Das Wasserteam gab sein bestes und ermöglichte den beiden Klassen je 4 Wettfahrten. Herzlichen Dank an die Gastgeber – wir kommen gerne wieder!

SUI 840, Outsider
 
> Rangliste